Interdisziplinär. Vernetzt. Zukunftsorientiert.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit nationalen Partnergesellschaften. Durch diese strategischen Kooperationen entstehen neue Synergien in Weiterbildung, Forschung und klinischer Versorgung. Gleichzeitig stärkt die enge Zusammenarbeit die gemeinsame Vertretung neurologischer Interessen in gesundheitspolitischen und tarifrelevanten Themen und schafft die Grundlage für gemeinsame Stellungnahmen und Empfehlungen.

Gemeinsam mit der Schweizerische Gesellschaft für klinische Neurophysiologie (SGKN) wurden Curricula besser aufeinander abgestimmt, Grundlagen für zukünftige gemeinsame Zertifizierungen geschaffen und interdisziplinäre CME-Angebote weiterentwickelt. Ziel ist es, den komplexen Anforderungen moderner neurologischer Versorgung gerecht zu werden und die Qualität der neurologischen Weiterbildung in der Schweiz langfristig zu stärken.

Ein sichtbares Zeichen dieser vertieften Zusammenarbeit ist die 1st Swiss NeuroWeek 2026. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit mehreren Partnerschaften organisiert.

Mit der Swiss NeuroWeek entsteht ein neues nationales Format, das verschiedene Bereiche der klinischen Neurowissenschaften erstmals unter einem gemeinsamen Dach vereint. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen aus Forschung, klinischer Praxis und Innovation interdisziplinär zu diskutieren und gemeinsam die Neurologie in der Schweiz weiterzuentwickeln.

Die SNG versteht Interdisziplinarität nicht nur als Zusammenarbeit zwischen Disziplinen, sondern als zentrale Voraussetzung für eine moderne, vernetzte und zukunftsorientierte Neurologie.

Die Schweizerische Neurologische Gesellschaft (SNG) hat eine schweizerische Stellungnahme zur Familienplanung für Menschen mit Multipler Sklerose veröffentlicht.


Sichtbarkeit und Versorgung stärken

Seltene neurologische Krankheiten (SNK) betreffen jeweils nur wenige Menschen, zusammengenommen jedoch rund 7 % der Bevölkerung – in der Schweiz mehr als eine halbe Million Betroffene. Diagnostik, Behandlung und Betreuung dieser Erkrankungen sind häufig komplex, interdisziplinär und organisatorisch anspruchsvoll. Viele Patient:innen bleiben über lange Zeit ohne klare Diagnose oder koordinierte Versorgung.

Die SNG engagiert sich deshalb gemeinsam mit ihrer Task Force für seltene neurologische Erkrankungen gezielt für eine bessere Sichtbarkeit, Vernetzung und Versorgung in der Schweiz.

Die SNG unterstützt die Initiative des Swiss Network for Rare Neurological Disorders of the Central Nervous System (Swiss RND CNS), das eine Anerkennung durch die Nationale Koordination Seltene Krankheiten (KOSEK) anstrebt. Ziel ist der Aufbau eines schweizweiten Netzwerks mit neurologischer Grundversorgung durch niedergelassene Neurolog:innen sowie regelmässigen Kontrollen in spezialisierten Centres of Expertise.

Gemeinsam mit dem Swiss RND CNS der Universität Bern arbeitet die SNG-Task Force «Seltene Krankheiten» daran, Fachwissen zu bündeln, Versorgungsstrukturen weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen spezialisierten Zentren, Spitälern, Praxen und weiteren Fachpersonen zu stärken.

Mit der KOSEK-Anerkennung des Swiss Neuromuscular Networks im Jahr 2021 konnte bereits ein wichtiger Meilenstein für die strukturierte Versorgung seltener neurologischer Erkrankungen erreicht werden.

"Unser primäres Ziel ist eine Verbesserung der Versorgung der seltenen neurologischen Krankheiten sowie eine bessere Koordination und Kollaboration innerhalb der Schweiz
unter Einbezug eines ganzheitlichen Versorgernetzwerkes. Nur wenn wir gemeinsam agieren, können wir sowohl die Visibilität, als auch Finanzierung dieses bislang unterfinanzierten Bereiches verbessern!"
–  PD Dr. med. Tatiana Brémovà-Erlt, PHD, Mitglied SNG Task Force Seltene Krankheiten | Interview SNG Jahresbericht 2025, S. 60-61

Die SNG setzt sich dafür ein, Versorgung, Forschung und öffentliche Wahrnehmung seltener neurologischer Krankheiten langfristig zu stärken und den Zugang zu spezialisierter neurologischer Expertise zu verbessern.

SNG Medienmitteilung vom 29. Oktober 2025: Welt-Schlaganfall-Tag – Jede Minute zählt